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  • manuelaullrich

Die Einladungen des Lebens zur Bewusstseins Entwicklung: ein Beispiel aus meiner Erfahrungswelt


Bewusstsein

Kennst du die Macht deines inneren Widerstandes oder Saboteurs in dir?

Über diesen inneren Widerstand wollte ich in meinem ersten Blogartikel schreiben, bis er in mir das Ruder übernahm ;-))

Wie ich den Widerstand in mir erkannte, was er mir zeigte und wie ich mir selbst damit ein Stück näher kam, erfährst du hier.



Voller Elan auf dem Weg zu meinem Ziel schleicht sich mein innerer Saboteur ein


Vor einigen Wochen habe ich „Nägel mit Köpfen“ gemacht und mich entschieden für mein Herzensbusiness zu gehen und dieses Ende September in die Welt zu bringen. Dazu wollte ich auch meinen eigenen Blog starten. So begann ich meinen ersten Blogartikel zu schreiben mit dem Thema: „Die Macht des Widerstandes in dir“. Ich war voller Freude über das, was ich schon zu Papier gebracht hatte und wollte am folgenden Tag daran weiterschreiben. Das hatte ich mir fest vorgenommen und meine Absicht gesetzt. Aber anstatt mich an den Laptop zu setzen, machte ich diverse andere Dinge. Etwas in mir dachte „wird schon alles richtig so sein, du hast doch deine Absicht klar formuliert“. Okay.


Am späten Nachmittag setzte ich mich dann endlich an meinen Laptop. Ich suchte mir noch ein Beispiel für einen Blog raus, um mich etwas daran zu orientieren. Dabei fand ich sogar einen Blog in dem es darum ging, wie man einen Blogartikel schreib. Obwohl ich mich damit bereits zuvor beschäftigt hatte, las ich erst mal diesen Blog und fand auch just etwas, dass ich bei meinem bisher erarbeiteten Blog nicht so genau genommen hatte. So änderte ich einen Teil meiner Blogüberschrift. Dann las ich meinen Einleitungsteil und den darauf folgenden Text nochmal durch und merkte „das passt jetzt gar nicht mehr so richtig, jetzt da die Überschrift etwas anders ist“. Hm?? Also entfernte ich den gesamten Teil dessen, was ich am Tag zuvor voller Stolz zu Papier gebracht hatte.


Märchen Graf Blaubart

Ich entdecke den in mir wirkenden Widerstand und hole ihn ans Licht


Als ich enttäuscht beginnen wollte neu zu schreiben hielt ich inne, atmete tief ein und dachte „Moment! Was ist hier los? Das ist doch nicht der positive, lichtvolle Teil in mir, der hier wirkt. Hier ist irgendetwas anderes am Werk und lenkt mich unbewusst in eine andere Richtung.“ Ich wusste sofort, dass ist mein innerer Widerstand, dem ich vor einiger Zeit den Namen gab: „Der Geist, der stets verneint“. Diese Bezeichnung stammt aus Goethes „Faust“, der die im Menschen innewohnende negative Kraft als Mephisto personifizierte. Es ist ein Teil in der Psyche des Menschen, der uns mit aller Kraft daran hindern will, uns in eine gute, förderliche Richtung zu bewegen und sich absolut gegen eine positive Fortentwicklung & Transformation sträubt. Dieser Aspekt ist eine animalische Kraft, ein Räuber, der in jedem von uns wohnt und „alles hohnlachend zunichtemacht“. So beschreibt ihn Clarissa Pinkola Estés in ihrem Buch „Die Wolfsfrau“ in der Geschichte vom Grafen Blaubart.


Ich setzte mich sofort auf meine Couch, holte meinen Schreibblock hervor und ging in einen Dialog mit diesem Teil. Ich fragte ihn, was er will. Es wurde deutlich, dass er mich natürlich vom Schreiben des Blogs abhalten wollte, aber ich fragte weiter. Ich wollte den darunter liegenden Grund wissen. Uns so zeigte sich in diesem Dialog, dass dieser Aspekt einen sehr verletzlichen Teil in mir versuchte zu schützen. Er wollte mich davor schützen, dass ich beschämt werde, dass jemand über meinen Artikel lacht und gar verletzende Worte dafür findet. Worte, die mich wie giftige Pfeile treffen könnten und bereits als Kind und Jugendliche tief verletzt hatten. Das ist auch der Grund, für die Perfektion, die ich später entwickelte. Ein Muster, das mir erst einmal half, den Schmerz der Scham zu umgehen. Mit dem es sich aber in unser Welt nicht gut und schon gar nicht gesund arbeiten lässt.


Die Liebe heilt

Heilung und Integration


Während ich dies erkannte, liefen meine Tränen über meine Wangen. Etwas in mir löste sich und ich verstand mich selbst. Ich verstand mein tief sitzendes Muster der Perfektion ein Stück mehr und hatte Mitgefühl mit mir selbst. Ich verstand, warum ich reagierte wie ich reagierte und diese Kraft schon seit vielen Monaten mit allen erdenklichen Mitteln (auch einem mir gut bekannten Gefühl von Leere & Schwere) versucht, mich von meinem Vorhaben der Selbstständigkeit abzubringen. Denn diese Angst vor Beschämung, Erniedrigung, Zurückweisung und Beschuldigung sitz tief und stammt aus meiner Prägung in der Kindheit. Damals habe ich gelernt, dass wenn ich ich selbst bin, wenn ich authentisch bin, sage was ich will & brauche oder wie ich die Dinge sehe, beschämt, zurückgewiesen, gedemütigt werde oder Schwierigkeiten bekomme. Kurzum meine körperliche und emotionale Sicherheit hing davon ab, dass ich es meinen Bezugspersonen recht machte und mich selbst & meine eigenen Bedürfnisse verleugnete. So trennte ich mich immer mehr von mir selbst, meinem wahren Selbst. Ich stellte die Beziehung zu anderen über die Beziehung zu mir selbst. Dieses Verhalten wird als Co-Abhängigkeit bezeichnet und ist eine emotionale Suchterkrankung, die aus einem Entwicklungstrauma entsteht und sehr viele Menschen betrifft. Den wenigsten Menschen ist dies bisher ein Begriff. Zudem braucht es sehr viel Mut, liebevolle Unterstützung und den Wunsch sich selbst wahrhaftig und erlich zu begegnen, um dorthin zu schauen.


Ich fühle in mir, dass der Weg, den ich auch mit meiner Selbstständigkeit gerade beschreite, genau richtig ist. So erlaube ich mir wahrhaftig zu sein, mich zu zeigen wie ich bin und dem Weg, der auch mich in meine Heilung & Ganzwerdung führt, weiter zu folgen. Ich erlaube mir, das Unangenehme zu benennen, damit es aus dem Dunklen ans Licht kommt. Denn nur wenn es gesehen, gehört und wahrgenommen wird, ist Heilung möglich.


Fazit


Dies ist ein Beispiel eines ganz persönlichen Entwicklungsprozesses auf dem Weg der Selbsterkenntnis & Bewusstwerdung. Es zeigt das individuelle Heilungspotenzial, wenn wir aufmerksam beobachten, uns erlauben wirklich hinzuschauen und uns mit allem was ist zu sehen, möglichst ohne uns zu bewerten. Es geht meiner Ansicht nach darum, dass wir uns als Mensch erkennen, mit all unseren dunklen & hellen Seiten in uns, den noch brach liegenden Potenzialen und bereit sind, diesem Weg der Selbsterkenntnis, Bewusstwerdung und Heilung zu gehen. Ein Weg, der uns nach Hause führt, zurück zu uns selbst.


Folgst du dem Weg der Selbsterkenntnis & Bewusstwerdung?


Wenn ja, wie bezeichnest du diesen Weg für dich? Bist du auf diesem Weg deinem inneren Widerstand oder Saboteur bereits begegnet? Wie gehst du mit ihm um?

Schreib es mir gerne in die Kommentare und lass uns darüber austauschen, wie du mit deinen dunklen Aspekten umgehst.


Du folgst dem Weg der Selbsterkenntnis & Bewusstwerdung bisher nicht, jedenfalls nicht mit einer klaren Absicht? Vielleicht hörst du hier sogar das erste Mal davon.


Das ist nicht schlimm oder schlecht. Nur unser Verstand mag alles gern bewerten oder packt es vielleicht sogar in eine Schublade, weil unterbewusst ein Schmerz berührt wird. Ich bezeichne es als menschlich sein:-) So ist meine Einladung an dich, einfach neugierig zu schauen und dich zu öffnen, mehr darüber zu erfahren.


Hat dir dieser Artikel gefallen? Teile ihn gern mit Freunden, die auch auf dem Weg der Selbsterkenntnis & Bewusstwerdung wandeln und sie ermutigen oder inspirieren könnte.

Ich danke dir!


Über den Autor, spirituelle Mentorin

Wenn dich dieser Artikel neugierig gemacht hat, mehr über mich und meine Arbeit als Mentorin für Bewusstseins- und Beziehungsentwicklung zu erfahren, lade ich dich gern ein, dich auf meiner Webseite ein wenig umzuschauen.

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